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3. Jahr [2008/2009]


Templeton Research Lectures im Mai 2006

1. Vorlesung – Dienstag, 09. Mai 2006:
Das Zeitalter der Neurowissenschaften – Das Ende der Freiheit?

In weiten Kreisen drängt sich der Eindruck auf, dass der Wissenszuwachs der Neurowissenschaften die Vorstellungen von Handlungsfreiheit, mentaler Kausalität und freiem Willen tief greifend verändert. Die erste Vorlesung untersuchte das explosionsartige Anwachsen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und fragte nach ihrer Bedeutung für die traditionelle Sicht von menschlicher Person und religiösen Auffassungen.

2. Vorlesung – Donnerstag, 11. Mai 2006:
Die wachsende Freiheit. Komplexität, Spontanität und Handlung in der biologischen Evolution

Der sprunghafte Anstieg der biologischen Komplexität von den ersten einzelligen Organismen bis zu den höheren Primaten und die stetige Zunahme spontaner Verhaltensweisen lassen darauf schließen, dass es für das Konzept organismischer Freiheit eine praktische Funktion gibt. Obwohl jüngste Forschungen im Bereich der Biosemiotik reduktionistische und genzentrierte Evolutionsinterpretationen erheblich in Frage stellen, versäumen ihre Vertreter häufig, jene Art von genuiner metaphysischer Freiheit nachzuweisen, die sie geltend machen.

3. Vorlesung – Dienstag, 16. Mai 2006:
Ko-evolution, mentale Kausalität und menschliches Handeln. Freiheit im Spannungsfeld von Individuum und Kultur

In dieser Vorlesung wird die These der »Ko-evolution«, der gegenseitigen Interdependenz von biologischer und kultureller Evolution verteidigt. Es wird gezeigt, dass die »vertikale Dependenz« des Geistes vom Gehirn und die »horizontale Dependenz« des Denkens von kulturellen Systemen einander ergänzen. Im Spannungsfeld dieser Analysen wird die Idee vom individuellen Selbst eingeführt sowie die sich daraus ergebende Doktrin einer »graduellen Freiheit«.

4. Vorlesung – Donnerstag, 18. Mai 2006:
Formen der Freiheit, Scheinfreiheit und als-ob-Freiheit. Eine Herausforderung an die Neurophilosophie

Diese Vorlesung übt direkte Kritik an der so genannten Neurophilosophie. Graduelle und kompatibilistische Freiheitskonzepte werden mit der Vorstellung von radikaler, genuiner und metaphysischer Freiheit kontrastiert. Da einem Großteil der einschlägigen Literatur zufolge kein empirischer Unterschied zwischen diesen beiden Sichtweisen besteht, könne deren Unterscheidung nicht Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen sein. Dennoch ist die Unterscheidung grundlegend für jede adäquate Theorie menschlichen Handelns.

5. Vorlesung – Dienstag, 23. Mai 2006:
Ueber religiöse Freiheit. Eine Rede an die wissenschaftlich Gebildeten unter ihren Verächtern

So verlockend der Gedanke einer »graduellen Freiheit« sein mag, die philosophischen und religiösen Traditionen betonen darüber hinaus eine noch radikalere Freiheitsidee. In einer spielerischen Aktualisierung von Schleiermachers „Reden über die Religion“ fordert diese Vorlesung jene heraus, die im Namen von wissenschaftlicher Vernunft und Aufklärung die religiöse Perspektive als unwesentlich abtun.

6. Vorlesung – Freitag, 26. Mai 2006:
Die Emergenz des Geistes

In der letzten Vorlesung werden die Schlussfolgerungen aus den vorausgegangenen fünf Vorträgen zusammengeführt. Nur eine Position, welche die traditionell unter dem Stichwort »Geist« beschriebenen Phänomene einschließt, vermag eine angemessene Theorie menschlichen Handelns und menschlicher Freiheit zu entwickeln.

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Veröffentlichungen:

Die Templeton Lectures von Philip Clayton ab sofort als englische und deutsche Buchausgabe bei Vandenhoeck & Ruprecht erhältlich…

Philip Clayton: Die Frage nach der Freiheit

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Downloadbereich:

Interviews des Hessischen Rundfunks mit den Fellows des vierten Jahres der TRL …


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